Josef Kiening: Genealogie im Gebiet nordwestlich von München

Feldmoching

Pfarrei-Namensregister

Die Pfarrei Feldmoching umfasste ursprünglich das ganze Gebiet bis Dachau, also die Orte Moosach, Ludwigsfeld, Karlsfeld und Oberschleißheim. Da das Namensregister zu groß geworden wäre, wurde in Genealogie-Kiening für Moosach, Ludwigsfeld und Karlsfeld ein eigenes Pfarrei-Namensregister angelegt, als Pfarrei Moosach. Im gesamten hier bearbeiteten Zeitraum gehörte Moosach zu Feldmoching.

Grabstein-Inschriften

Helmut Weltmaier hat Ende 2005 alle Grabsteine auf dem Friedhof fotografiert.

Die Namen nach den Grabsteininschriften finden Sie über mein  Namensregister  und außerdem über das Pfarrei-Namensregister Feldmoching, jeweils von der Startseite aus.

Quellenbearbeitung

Georg Mooseder hat schon vor Jahren ein Häuserbuch entworfen und dafür die Briefprotokolle und Kataster ausgewertet.
Unabhängig davon habe ich, Josef Kiening, die Briefprotokolle ausgewertet, bin aber mit der Zuordnung der Zettel auf Häuser nicht weit gekommen.
Josef Otteneder hat dazu die Pfarrbücher abgeschrieben und die vielen Informations-Schnipsel zum nun vorliegenden Häuser- und Familienbuch zusammen gefügt. Dieses habe ich 2015 in mein Computersystem abgetippt.

Häuserbuch und Genealogie

Feldmoching war mit 102 alten Häusern einer der größten Orte im Landgericht Dachau.  Ein Häuserbuch für einen so großen Ort zu erstellen, ist schwierig, denn vor 1812 gab es keine Hausnummern, also kein Kriterium, nachdem man die Familien ordnen konnte. Wir konnten nur die Besitzwechsel und die Eltern in den Heiraten rückwärts aufrollen.

Die Briefprotokolle (Notarurkunden) der Hofmark Feldmoching setzen zwar 1625 sehr früh ein, haben jedoch, bedingt durch den Dreißigjährigen Krieg, erhebliche Lücken.  Von 1761 bis 1784 fehlen sie. Das ist umso ärgerlicher, als für den gleichen Zeitraum auch das Heiratsbuch der Pfarrei fehlt. Nur mit den Hofnamen im Kataster von 1812 und im Steuerbuch von 1760 wurde die Lücke überbrückt.

Deshalb gilt hier:

  1. Die Fluktuation während des Dreißigjährigen Krieges kann nicht lückenlos und überzeugend  dargestellt werden. Der Ort war zerstört und die restlichen Bewohner suchten irgendwie unter zu kommen und zu überleben. Da die Häuser von den Schweden 1632 und nochmal 1648 abgebrannt wurden, geht es bei den Kaufverträgen oft nur um die Acker-Grundstücke und den Bauplatz, was aus dem Vertrag aber nicht ersichtlich ist. Es ist nicht erkennbar, wo die Besitzer wirklich wohnten. Die Familie konnte in einen Nachbarort wohnen und von dort aus die Grundstücke bewirtschaften. So kommt es, dass die Pfarrbucheinträge nicht zu den Besitzurkunden passen.
  2. In den folgenden Friedenszeiten  wurden in Feldmoching ebenfalls Häuser getauscht, geteilt und zusammen geheiratet
  3. Es bestanden Tagwerkerhäuser (1/16-Anwesen), die vor Anlage des Katasters  1812 wieder verschwunden sind. Deren Bewohner  bleiben übrig und stehen auf der Seite "Familien ohne Hauszuordnung"
  4. Bei den Zuwanderern in der Zeit von 1760 bis 1785 gibt es keine Herkunftsangaben, weil wie oben gesagt, sowohl das Heiratsbuch, als auch der Briefprotokollband fehlt. Ein Beispiel ist der Schmied Josef Zech, der 1783 einheiratet. Er ist Vorfahr des Verfassers und hat in der Gegenwart viele Nachkommen in Feldmoching. Vermutlich stammt er aus dem bayerischen Schwaben, aber konkrete Hinweise gibt es nicht.
  5. Ab 1800, vor allem nach Aufhebung des Grundherrschaft 1848 setzt ein reger Grundstückshandel ein. Höfe werden zerschlagen und mit den Grundstücken andere Höfe vergrößert. Hausgrundstücke werden geteilt und bis zu 10 Häuser mit gleicher Hausnummer darauf neu gebaut.
  6. Thema dieser Arbeit ist die Genealogie, nicht die Besitzgeschichte der Landwirte. Wer für einen Hof die Entwicklung der landwirtschaftlichen Grundstücke detailliert erforschen will, hat im Staatsarchiv München mit den Katasterbänden eine vorzügliche Quelle, in der alles genau fest gehalten ist.
  7. Die Fluktuation  und die Neubauten ab 1850 können hier nicht erschöpfend dargestellt werden.
  8. Hausbesitzer, die keine Familien in Feldmoching gründeten, nicht hier wohnten  oder nur kurz ein Haus besaßen, wurden weg gelassen, da in den Quellen keine genealogischen Zusammenhänge erkennbar sind.
  9. Um 1900 versiegen unsere Quellen wegen Datenschutz. Neuere Daten stammen von den Grabsteinen.
  10. Daten ab 1876 können Sie vom Standesamt erfahren. Wir bekommen vom Standesamt keine Auskunft, da wir nicht verwandt sind. Ich nehme gegenwartsnahe Ergänzungen gerne auf.
  11. Mein Computer-Programm sieht für jede Person nur 2 Häuser, 3 Heiraten und 3 weitere Quellenangaben vor. Was darüber hinaus geht, kann nicht dargestellt werden.


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(C) Josef Kiening, zum Anfang www.genealogie-kiening.de