Josef Kiening: Genealogie im Gebiet nordwestlich von München

Erläuterungen zur Vorfahren- und Nachkommen-Zählung

Aktualisiert 10.6.2016

Für jede Person wurde der gesamte Genealogie-Kiening - Bestand durchgezählt.

In www.genealogie-kiening.de sind die Personen mit Vorfahren und Nachkommen verknüpft. Mit meinem Programm ist es möglich, alle Vorfahren oder Nachkommen zu zählen, die im Bestand gespeichert sind. Das Ergebnis wird für jede Generation gespeichert. Der Datenbestand ist wie ein großes Netz. Von jedem Knoten führen 2 Fäden zu Vater und Mutter, beliebig viele Fäden zu den Kindern. Die besten Werte innerhalb meiner Datensammlung liegen bei knapp 6000 Vorfahren und knapp 9000 Nachkommen zu einer  Person.

Das Ergebnis ist überprüfbar

Wer die vorstehenden Zahlen nicht glaubt, kann selbst nachzählen. Alle Einzeldaten und Zwischenschritte (Generationen) sind veröffentlicht.

Anfang des Netzes

Das Gebiet nordwestlich von München wurde 1632 und nochmal 1648 von den Schweden menschenleer zerstört. Die 1635 bzw. 1650 neu zugewanderten Familien bilden den Rand des Netzwerkes zur Vergangenheit hin. Nur wenige überlebende Vorfahrenlinien lassen sich hier über den 30-jährigen Krieg hinaus zurück verfolgen. Ausführlicher zu diesem Thema siehe Überleben im 30-jährigen Krieg. Der Rand des Netzes wird von der 1650 lebenden Generation von etwa 5000 Spitzenahnen gebildet.

Ende des Netzes

Personen mit Geburtsjahr vor 1875 lassen sich ohne Datenschutz-Probleme erforschen und veröffentlichen. Zur Gegenwart hin werden die Daten spärlich.  Die extreme Bevölkerungsexplosion in der Zeit von 1875 bis 1914 erscheint nur in Einzelfällen in dieser Statistik, zum Beispiel bei meiner Heiß-Verwandtschaft.

In der näheren Umgebung von Dachau ist die um 1875 lebende Generation vollständig enthalten. Das sind die 9000 Nachkommen.

Vorfahren-Zählung

Natürlich haben alle Menschen gleich viele Vorfahren, nämlich 2 Eltern, 4 Großeltern, 8 Urgroßeltern und so weiter. Die Anzahl steigt mit der Generationszahl in der Zweier-Potenz.

Falls Sie Ihre Großeltern und Urgroßeltern in meinen Daten finden und eine größere Zahl Vorfahren angegeben ist, kann ich Ihnen eine persönliche Ahnentafel erstellen.

Die hier veröffentlichten Zahlen zeigen den Forschungsstand in meiner Datensammlung. Wer alle Ahnen im engen Forschungsgebiet hat, findet mehr, als jemand, dessen Vorfahren erst in das Gebiet zugewandert sind. An der Vorfahrenzahl erkennt man in der näheren Umgebung von Dachau sofort die Alteingesessenen.

Implex oder Ahnenschwund

Bei größeren Vorfahren-Zahlen tauchen zwangsläufig die gleichen Personen mehrfach auf. Man nennt dies Ahnen-Implex oder Ahnenschwund. Diese Personen werden bei der Gesamtzahl der Vorfahren mitgezählt, jedoch in der Spalte Implex daneben extra ausgewiesen.

Nachkommen-Zählung

Gestorbene Kinder sind keine Nachkommen

Ich zähle nur Personen, die sich fortgepflanzt haben, verheiratet waren oder Hausbesitz hatten. Im Kindesalter oder ledig Gestorbene, sowie alle Kinder, von denen nur Taufdaten bekannt sind, wurden ignoriert. Wir haben in den Archiven viele Nachlässe bearbeitet und sind deshalb ziemlich sicher, daß wir in den bearbeiteten Orten alle Nachkommen erfasst haben. Die Kinder, von denen nur ein Taufdatum bekannt ist, erreichten selten das Erwachsenenalter.

Frauen sind auch Nachkommen

Frühere Untersuchungen dieser Art orientierten sich stets an den Namen, da ein Netzwerk dieser Größe kaum von Hand durch gezählt werden kann. Dabei scheiden Frauen ab ihrer Heirat aus, da sie den Namen wechseln. Nachkommen der Frauen werden nur bei meiner Technik erfaßt.
( Auch wenn Sie es nicht glauben, Frauen sind doch auch Menschen und weibliche Nachkommen sind Nachkommen.)

Mehrfach genannte Nachkommen werden nur einmal gezählt

Heiraten von verwandten Personen führt zu Ahnenschwund und in umgekehrter Richtung zu Mehrfach-Nennung von Nachkommen. Solche zähle ich in der Spalte " + gleiche". Nachkommen der Mehrfachnennungen werden nicht mehr gezählt, denn es sind echt nicht mehr Nachkommen.

Der Name spielt bei der Zählung keine Rolle

Meine Technik benützt nur die genealogische Verknüpfung und beachtet die Namen nicht. Bei unehelichen Kindern kann auch in der direkten männlichen Nachkommenslinie der Name wechseln. Bei weiblichen Nachkommen wechselt der Name sowieso bei jeder Generation. Auf die Zählung hat das alles keinen Einfluß.

Dabei hat sich herausgestellt, in meinen Programmen ist eine Lücke im System: Bei unehelichen Kindern, die den Namen des Vaters tragen, findet man von der Mutter ausgehend keine Kinder. Da es sich um wenige Einzelfälle handelt, werde ich nach und nach bei den Müttern die Namen der Kinder eintragen. Derzeit weist die Statistik der Mutter Nachkommen aus, im Text steht die Mutter jedoch solo ohne Mann und Kinder da. Sollten Sie als Leser auf so einen Fall stoßen, bitte ich um Mitteilung.

Die Nachkommen in direkter männlicher Linie wurden extra gezählt: "Y-Linie"

Nur in der direkten männlichen Linie wird das Y-Chromosom vererbt. Schon bevor man das wußte, wurde die männliche Abstammung stets besonders betont. Deshalb habe ich die männlichen Nachkommen in einer eigenen Spalte "Y-Linie" ausgewiesen. Meist sind die tatsächlichen Nachkommenzahlen weit größer als die Y-Linie.

Selbst wenn ein Name längst verschwunden ist, können zahlreiche Nachkommen vorhanden sein.

Erkenntnisse aus der Nachkommen-Zählung

Sowohl bei den Vorfahren, als auch bei den Nachkommen, wird in der 10. und 11. Generation die größte Verbreitung erreicht. Dann kommen wir bei den Vorfahren in die Zeit des 30-jährigen Krieges bzw. bei den Nachkommen in die Zeit des "Datenschutzes".

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(C) Josef Kiening, zum Anfang www.genealogie-kiening.de